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Die Task Force Baum in Laufach und Hain am 27. März 1945
Von Roland Seubert
Sechs Namen stehen auf diesem neuen Gedenkstein sowie der Hinweis auf einen weiteren unbekannten Gefallenen. Was war da eigentlich passiert in der Nacht vom 26. auf den 27. März 1945? Warum mussten 40 Tage vor Kriegsende hier zwischen Laufach und Hain nochmals Soldaten sterben?
Es ist Teil einer Episode, die bei uns kaum beachtet, in den Vereinigten Staaten aber – gerade in den höchsten militärischen Befehlsebenen – hohe Wellen schlug und intensiv diskutiert wurde. Den Hammelburg-Raid der Task Force Baum kennt in den USA wohl jeder, der sich mit der Historie des Zweiten Weltkriegs befasst.
Es war sogar ernsthaft angedacht, einen Kriegsfilm über dieses Ereignis zu drehen, dieses Himmelfahrtskommando der amerikanischen Soldaten, die den Befehl eines der bekanntesten US-Generäle, George S. Patton, ausführen sollten. Sein Befehl lautete: Die Task Force solle ein Gefangenenlager bei Hammelburg befreien. Das Pikante daran: Einer der dortigen Gefangenen war Colonel John Waters, und dieser war der Schwiegersohn von General Patton. Nach dem Scheitern der ganzen Aktion behauptete Patton, nicht gewusst zu haben, dass der Mann seiner Tochter in jenem Lager gewesen sei. Patton wurde auf einen Verwaltungsposten abgeschoben, und es war auch geplant, Untersuchungen zu diesem Fall einzuleiten. General Patton starb im Dezember 1945 nach einem Autounfall bei Mannheim, und die ntersuchungen verliefen im Sande.
Am 26. März 1945 gegen 22.00 Uhr brach aus dem hart umkämpften Aschaffenburg, das zur Festung erklärt worden war, ein Kampfverband der US-Armee mit einem geheimen Auftrag auf. Es waren 314 Mann. Sie gehörten zur C- und D-Kompanie des 37. Tank Battalion sowie zur A-Kompanie des 10. Armored Infantry Battalion.
Sie führten 57 Fahrzeuge mit sich, darunter 16 Panzer, 28 Halbkettenfahrzeuge, 7 Jeeps, 3 Geschütze und einen Sanitätswagen. Ihr Ziel war die Befreiung eines Gefangenenlagers bei Hammelburg. Der Weg dahin, mitten in der Nacht durch ihnen völlig unbekanntes Gebiet, führte von Schweinheim über Haibach, Keilberg, durch Laufach und Lohr bis Gemünden. Dort wurde die Einheit von deutschen Soldaten heftig bekämpft; die Brücke war gesprengt, und sie musste deshalb einen Umweg über Rieneck, Burgsinn und Gräfendorf nehmen. Tatsächlich erreichte der Kampfverband – später nach seinem Führer Cpt. Abraham Baum „Task Force Baum“ genannt – mit großer Verspätung am 27. März gegen 17.00 Uhr das Gefangenenlager auf dem Truppenübungsplatz. Bis dahin hatte die Task Force bereits starke Verluste erlitten und wurde bis zum Morgen des 28. März von deutschen Truppen, die inzwischen den Truppenübungsplatz umstellt hatten, aufgerieben. 25 US-Soldaten waren tot, die Überlebenden, viele verwundet, kamen in deutsche Gefangenschaft; wenige schlugen sich zu ihren Einheiten durch. Die Strecke von Aschaffenburg nach Hammelburg betrug ca. 90 km durch feindliches Gebiet, der geplante Rückweg über die gleiche Distanz – das Scheitern dieser Mission war vorhersehbar.
Das Vorrücken der Kolonne war den deutschen Kommandozentralen natürlich nicht verborgen geblieben, und der Widerstand, besonders auch vor Gemünden, nahm zu.
Auch in Laufach war die Task Force aufgehalten worden.
Augenzeugen am Bahnhof, in der Ortsmitte (legendär der Dialog der Josefine mit den amerikanischen Soldaten) und im Oberdorf (Ida Hasenstab) erzählten von Stillstand und Aufenthalt der Kolonne.
Die ankommenden Panzer waren schon von Weitem zu hören, und die Bevölkerung des Laufachtales versuchte, sich so gut es ging in Sicherheit zu bringen. Auch in Hain machte man sich mitten in der Nacht auf den Weg in die vermeintlich sicheren Bunker. So auch der 15-jährige Josef Büttner mit seiner Mutter.
Er sah, wie 12 bis 15 deutsche Soldaten, die in jener Nacht in Hain im Quartier lagen, sich im Ortskern sammelten und sich mit einem Handwagen voller Panzerfäuste und einem alten Maschinengewehr auf den Weg Richtung Laufach machten.
Im östlichsten Haus von Laufach suchte der ebenfalls 15-jährige Engelbert Löffler mit Mutter und Geschwistern Schutz im Keller. Er sah ungefähr acht Soldaten mit Panzerfäusten hinter den Zäunen der nächsten Häuser in Deckung gehen. Ein Unteroffizier, mit dem die Familie noch sprach, postierte sich hinter ihrem Gartentor. So warteten die deutschen Soldaten ca. eine Stunde, bis die Panzerkolonne anrückte. Es war mittlerweile ca. 3.00 Uhr.
Dann plötzlich ein lauter Knall. Engelbert im Keller vermutete, dass nur der Unteroffizier seine Panzerfaust abgefeuert hatte, die anderen Soldaten jedoch nicht. Sofort nach dem Knall eröffneten die Amerikaner das Feuer mit Maschinengewehren. Der Unteroffizier kam zitternd in den Keller und wartete auf seine Gefangennahme. Die Amerikaner kamen aber nicht in das Haus. Sie hielten sich nicht lange auf, fuhren eilig weiter und schleppten den beschädigten Panzer mittels einer Stange ab. Den ließen sie später am „Niklas-Kreuz“ stehen.
Am frühen Morgen des 27. März lagen fünf tote deutsche Soldaten am Hang zwischen Laufach und Hain; vermutlich die Soldaten, die mit dem Maschinengewehr unweit vor Hain am nördlichen Hang in Stellung gegangen waren. Ein toter Amerikaner lag in Hain vor einem Haus, wo seine Kameraden ihn unter einer Zeltplane mit einem Spaten abgelegt hatten.
Dass die Task Force in diesem Zusammenhang eine 400-Mann starke Marschkolonne deutscher Soldaten überwältigt und entwaffnet hätte, ist der Fantasie späterer Buchautoren geschuldet.
Gemeinsam wurden die Gefallenen am folgenden Tag auf dem Friedhof in Hain beigesetzt. Ein weiterer Soldat, der schwer verwundete Franz Köller, starb auf dem Transport nach Heigenbrücken und wurde auf dem dortigen Friedhof beerdigt.
1954 wurden die deutschen Soldaten auf die Kriegsgräberstätte „Einmal“ vor Gemünden umgebettet.
Der gefallene Soldat der Task Force war bereits kurz nach Kriegsende auf einen amerikanischen Soldatenfriedhof überführt worden.
Abraham Baum begab sich im hohen Alter nochmals auf die Spuren seiner damaligen Mission. Er besuchte 2003 mit einer Reisegruppe amerikanischer Veteranen und 2005 in einer Kolonne mit historischen Militärfahrzeugen die bedeutsamsten Schauplätze seiner Fahrt zwischen Aschaffenburg und Hammelburg.
Er ist 2013 in Kalifornien gestorben.
Zum Gedenken an das Schicksal der hier gefallenen Soldaten kurz vor Kriegsende und im Bewusstsein dessen, dass seit 80 Jahren Frieden in Deutschland herrscht, hat die Gemeinde Laufach auf Initiative von Ernst Faust und Norbert Zentgraf beschlossen, diesen Stein zu errichten. Möge er für lange Zeit mahnen und stets daran erinnern, was in jener Nacht vom 26. auf den 27. März 1945 hier zwischen Laufach und Hain geschehen ist.
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