Gemeinde Laufach

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Gemeinde Laufach

Abwasser

Abwasserbeseitigung in der Gemeinde Laufach

Die Gemeinde Laufach ist Mitglied im Abwasserverband der Aschafftalgemeinden. Dieser Zweckverband, dem außer Laufach noch Haibach, Hösbach, Bessenbach, Sailauf und Waldaschaff angehören, hat die Aufgabe, das im Verbandsgebiet anfallende Abwasser zu sammeln und ordnungsgemäß in der Sammelkläranlage zu reinigen. Die Errichtung und Erweiterung der Ortskanalisation verbleibt im Aufgabenbereich der einzelnen Gemeinden.

Kläranlage Weiberhöfe
63877 Sailauf
Tel.: 06093 995973
Fax: 06093 995975

Wie funktioniert die Kläranlage Weiberhöfe?

Die Vorreinigung

Das Abwasser enthält Grobstoffe unterschiedlichster Art, die eigentlich in die Mülltonne gehören. Die Rechenanlage siebt die Grobstoffe heraus, die anschließend mit Hilfe einer Waschpresse gereinigt und entwässert werden. Das so genannte Rechengut wird mit dem Hausmüll verbrannt.

Die Vorklärung

Nachdem im Sandfang der meist von den öffentlichen Verkehrsflächen kommende Sand entfernt wird, findet im Vorklärbecken eine weitere Trennung von Feststoffen statt. Diese sind im Regelfall schwerer als Wasser, setzen sich im Vorklärbecken ab und werden der Schlammbehandlung zugeführt.

Die Pumpwerke

Das so mechanisch gereinigte Abwasser (die Schmutzfracht wurde bereits um 1/3 reduziert) wird über ein Zwischenpumpwerk zum biologischen Reinigungsteil gefördert. Auch der Rücklaufschlamm (siehe unter "Die Nachklärung") wird über solche Pumpwerke wieder in den Zulauf zu den Belebungsbecken geleitet.

Die chemische Reinigung

Dem Zulauf zu den Belebungsbecken werden bei Belastungsspitzen chemische Zusätze beigefügt, um den Nährstoff Phosphor, der zum größten Teil biologisch aus dem Abwasser entfernt wird, auch chemisch nach den Einleitungsbestimmungen zu eliminieren. Phosphate gelangen vor allem aus Waschmitteln in das Wasser.

Die biologische Reinigung

Die Belebungsbecken stellen das Herzstück der biologischen Reinigung dar. Kleinstlebewesen nehmen unter günstigen Bedingungen die im Abwasser gelösten organischen Inhaltsstoffe und Amonium als Nahrung auf. Endprodukt ist eine anorganische Verbindung. Bei entsprechender Sauerstoffzufuhr vermehren sich die Tierchen in der Schlammbildung. Je größer die Schmutzfracht, desto mehr Tierchen bilden sich. Der notwendige Sauerstoff wird wie bei einem riesigen Whirlpool über großflächige Belüftungseinrichtungen in das Abwasser eingeblasen.

Die Nachklärung

Das von den Kleinstlebewesen produzierte Abwasserschlammgemisch fließt aus dem Belebungsbecken dem Nachklärbecken zu. Hier werden die Kleinstlebewesen vom geklärten Abwasser getrennt und an ihren Arbeitsplatz zurückbefördert (Rücklaufschlamm). Das gereinigte Abwasser wird in die Aschaff geleitet und damit der Natur wieder zugeführt.

Das Labor

Die Kläranlage wird ständig überwacht. In allen Klärstadien werden Proben entnommen und ausgewertet. Die Messungen dazu finden an High-Tech-Anlagen statt, die es u.a. auch ermöglichen, die "fleißigen Helfer" (die Mikroorganismen) auf ihren Arbeitsfleiß hin zu kontrollieren.

Die Faultürme

Voreingedickter Schlamm wird zusätzlich mit nicht eingedicktem in die Faulbehälter gepumpt. Unter Luftabschluss und bei gleich bleibender Temperatur von 36°C wird hier der organische Schlamm durch Einfluss von Methanbakterien ausgefault. Dabei entsteht Klärgas, das zu wesentlichen Teilen den Energiebedarf der Kläranlage decken kann.

Das Klärgas

Das bei der Schlammfaulung entstandene Klärgas wird ökonomisch und ökologisch sinnvoll mit einem Blockheizkraftwerk in elektrische Energie und Wärmeenergie umgewandelt, die einen großen Teil der Energiekosten der Kläranlage ersparen.

Die Schlammverwertung

Der aufbereitete Schlamm wird in Schlammbehältern, so genannten Schlammbeeten gespeichert und - dem Nährstoffbedarf der Ackerböden entsprechend - landwirtschaftlich verwertet.

Die Baukosten

Umweltschutz kostet Geld. So beliefen sich die Kosten für die notwendige Erweiterung der Kläranlage auf ca. 23,5 Mio. DM.