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Unterfränkische Gedenkstätte "DenkOrt Deportationen 1941-1944"

Würzburg hat eine traurige Bedeutung für die ganze Region. Von hier wurde ein großer Teil der aus Unterfranken deportierten Jüdinnen und Juden abtransportiert. Zwei Bahnhöfe waren die Orte, an denen die Menschen zwischen 1941 und 1944 ihre Heimat verlassen mussten: der ehemalige kleine Güterbahnhof an der Aumühle, der sog. Aumühl-Ladehof, und der Hauptbahnhof. In Osteuropa wurden sie ermordet – nur weil sie jüdisch waren.

An diese jüdischen Bürgerinnen und Bürger erinnert die unterfränkische Gedenkstätte “DenkOrt Deportationen 1941-1944” vor dem Würzburger Hauptbahnhof. Das Mahnmal mit Koffern, Rucksäcken und anderen Gepäckstücken soll an die Deportation der Juden aus Unterfranken erinnern. Das Besondere an ihr ist, dass sie nicht nur aus einem Denkmal besteht. Vielmehr können Besucher dazu online Namen und Leben aller Deportierten und ihre Kultusgemeinden kennen lernen. Und ein Projekt für junge Menschen holt das Thema mit seiner Aktualität in die Gegenwart.

Der "DenkOrt Deportationen 1941-1944" wurde am 17. Juni 2020 eröffnet. Auch Laufach hat sich mit einer Spende von 500,-- € an der Realisierung dieses Projektes beteiligt, obwohl es in unserer Gemeinde keine jüdische Gemeinde gegen hat. Die erschreckende Zunahme rassistisch und antisemitisch motivierter Straftaten, wie z.B. die Mordanschläge von Hanau, zeigen eindringlich, wie notwendig es ist, die Erinnerung an die beispiellosen Verbrechen wachzuhalten, zu denen Antisemitismus in unserem Land schon einmal geführt haben. ’

Weitere Informationen unter https://denkort-deportationen.de/.

Impressionen vom DenkOrt Deportationen 1941-1944 am Würzburger Hauptbahnhof.
Impressionen vom DenkOrt Deportationen 1941-1944 am Würzburger Hauptbahnhof.