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Gemeinde Laufach (Druckversion)

Sehenswürdigkeiten

Pieta

Die Laufacher Pieta – ein Vesperbild aus der Schule von Tilmann Riemenschneider, geschnitzt aus Lindenholz um 1520 hat ihren Platz in der Laufacher Thomas-Morus-Kirche gefunden. Das Kunstwerk beeindruckt besonders durch den ausdrucksvoll dargestellten Körper Christi.

Zur Homepage des Fotografen Ulrich Kneise.

Pieta © Ulrich Kneise
Pieta © Ulrich Kneise
Pieta © Ulrich Kneise
Pieta © Ulrich Kneise

Kulturweg "Revolution und Bürgerkrieg"

Legende zum Gefecht bei Frohnhofen auf dem Bischling.
Legende zum Gefecht bei Frohnhofen auf dem Bischling.

1849 fand eine der letzten Versammlungen der Märzrevolution in Frohnhofen statt. Bei der von Kilian Müller organisierten Versammlung kamen über 3 000 Menschen zusammen. 1866 kam es im Bruderkrieg zwischen den Preußen und den Österreichern, um die Vorherschaft im deutschen Bund, zum Gefecht bei Frohnhofen. Welche die hessischen Truppen gegen die Preußen verloren.

Für die Gefallenen wurden später Ehrenmäler auf dem Friedhof Frohnhofen errichtet, welche bis heute noch besichtigt werden können. Auf dem Bischlingsberg kann der Schauplatz der Gefechte überblicken werden. Einen Einblick in dieses geschichtlich bedeutende Ereignis gewährt auch der Europäische Kulturweg „Revolution und Bruderkrieg“.  

Kulturweg „Spessartrampe“

Beim Bau der König Ludwigs-Westbahn von Würzburg nach Aschaffenburg entschied man sich 1850 für eine Trassierung durch den Spessart. Die Überwindung der Wasserscheide Schwarzkopfberg - die Spessartrampe genannt wird – löste man durch den Bau des Schwarzkopftunnels. Nach knapp vier Jahren Bauzeit wurde die Bahnstrecke am 1. Oktober 1854 eingeweiht.

Zwischen Lohr und Heigenbrücken überwindet die Strecke bis zum Scheitelpunkt am Tunnel Heigenbrücken auf 20 Kilometern etwa 75 Höhenmeter; vom Tunnelausgang bis hinab nach Laufach wird auf einer Länge von fünf Kilometern nochmals ein Höhenunterschied von 100 Meter überwunden. Dies entspricht einer Steigung von 20 Promille.

Trotz des Tunnels war die Steigung der „Spessartrampe“ daher - zumindest in Dampflokzeiten - nicht einfach zu überwinden. In Laufach wurden aus diesem Grund den Güter- und Fernreisezügen Schiebeloks nachgespannt, Güterzügen gegebenenfalls auch noch eine dritte Lok vorgesetzt. Die Spessartrampe ist wegen dieses Schubdienstes eine feste Größe für Eisenbahnfreunde in ganz Deutschland.

Im Jahre 2006 fiel die Entscheidung, den Streckenabschnitt zwischen Laufach und Heigenbrücken neu zu gestalten. Nach mehrjährigen Baumaßnahmen wurde im Juni 2017 die Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel in Betrieb genommen; die auf sieben Kilometer Strecke durch vier einröhrige Tunnelbauwerke führt.

Der europäische Kulturweg „Spessartrampe“ gibt auf 14 km entlang der Bahnlinie vom Bahnhof Laufach zum Haltepunkt Heigenbrücken Einblick in den Wandel der Landschaft rund um die legendäre Steigungsstrecke und informiert über die geschichtlichen Veränderungen, die mit der Eisenbahn ins Laufachtal gekommen sind.

Oberhalb des Tunnels Falkenberg bietet eine Besucherplattform einen herrlichen Panoramablick über das Schwarzbachtal.

Start:   Bahnhof Laufach
Ende:   Haltepunkt Heigenbrücken
Wegstrecke:  14 km über Pollaschdenkmal des Spessartbundes (höchste Erhebung 390 m)

Den Folder zum Kulturweg Spessartrampe erhalten Sie im Rathaus Laufach.    

1906 endet Alfred Wegeners Weltrekord-Ballonfahrt in Laufach

Am 7. April 1906 landete am Stützchen in Laufach ein mit 1.200 m³ Wasserstoff gefüllter Ballon. An Bord befanden sich Alfred und Kurt Wegener aus Berlin. Gestartet in Reinickendorf bei Berlin führte sie ihre 52-stündige Fahrt zuerst nach Dänemark und anschließend wieder nach Süden, eben bis nach
Laufach – Weltrekord im Dauerflug.

Alfred und Kurt Wegener waren Wissenschaftler am Aeronautischen Observatorium in Lindenberg bei Beskow, südlich von Berlin. Die Ballonfahrt diente meteorologischen Beobachtungen und der Ortsbestimmung bei Nacht.

Eine Info-Stele am Stützchen bezeichnet den Ort der Landung. Sie finden den Platz oberhalb der
Laufacher Tennisanlage.

http://www.laufach.de/index.php?id=76