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Laufach summt mit dem Landkreis Aschaffenburg

Modern und pflegeleicht soll der Garten sein – als Visitenkarte vor dem Haus möglichst ohne Unkraut und Wildwuchs. Mit diesen Argumenten werden Schottergärten gerne angepriesen. Doch der erste Eindruck dieser steinwüstenähnlichen Gärten täuscht. Von pflegeleicht und unkrautfrei sind diese Anlagen schon nach wenigen Jahren weit entfernt. Die Natur holt sich ihren Lebensraum meist nach kurzer Zeit zurück. Die Steine bekommen grüne Patina, verschlicken und vermoosen. Es fallen Blätter, Blüten und Samen auf und zwischen die Steine die sich dann zu Erde zersetzen, die Samen keimen – und im nächsten Jahr halten diverse Wildkräuter Einzug.

Schottergärten stehen in vielen Kommunen in der Kritik und sind auch teils verboten. Der natürliche Boden dieser so genannten „Gärten“ wurde tief ausgegraben, samt dem Leben in ihm. Der Raum mit Schotter aufgefüllt, meist mit einer dicken Sperrfolie darunter, macht ihn zum lebensfeindlichen Terrain. Der Schotter erhitzt sich im Sommer stark und lässt den Pflanzen kaum eine Chance zu überleben. Eine Vergesellschaftung mit Bodenlebewesen, wie dem Regenwurm, der abgestorbenes organisches Material zersetzt und nahrhaften Humus für die Pflanzen produziert, ist hier ausgeschlossen. Laubbläser und Hochdruckreiniger tragen zusätzlich dazu bei, dass Schottergärten lebensfeindlich für jegliche Lebewesen und somit biologisch fast tot sind. Auch einzelne oft mit einer Bewässerung versehene Formgehölze machen es nicht besser. Eine grüne Oase, die für Entspannung sorgt, frei atmen lässt und die Augen beruhigt und in der es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt, sind Schottergärten auch für den Menschen nicht.

Lebensraum hingegen bieten zum Beispiel die klassischen Stein- oder Präriegärten. Bei ihnen fällt auf, dass alles blüht und reichlich Nahrung für die Insekten vorhanden ist. Auch der Boden lebt bei diesen Gärten – meist ist er mit einer Sand- oder Kiesbeimischung abgemagert und gut drainiert – und damit bestens geeignet für alpine und trockenheitsverträgliche Pflanzen. Das macht diese Gärten pflegearm, denn hier entfallen das Häckeln und Gießen. Kies und Splitt werden als Mulchabdeckung verwendet, das minimiert den Unkrautdruck. Natursteine – am besten heimische, wie bei uns der rote Buntsandstein – sind Zierde, sie ahmen die Bergwelt nach und bieten Lebensraum für Eidechsen und andere Tierchen. Mit einem Schottergarten ist ein klassischer Stein- oder Präriegarten nicht zu vergleichen.

Ein grüner und bunter Garten ist ein wichtiger Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln, Vögel und viele Tiere und nicht zuletzt für uns Menschen. Hat man Bäume und Sträucher im Garten, filtern diese die Luft, spenden Sauerstoff und Feuchtigkeit und dämmen auch den Lärm. Lassen Sie sich über geeignete Gestaltungen und Pflanzen gerne von unseren „Summt“-Partnern, siehe Homepage www.der-landkreis-aschaffenburg-summt.de, von unseren fachkundigen Gärtnereien und Baumschulen im Landkreis und von unseren Gartenbauvereinen und in deren Schaugärten beraten und inspirieren.

Viel Spaß und einen summenden Sommer wünscht
Ihre Initiative „Der Landkreis summt!“