Gemeinde Laufach

Seitenbereiche

Gemeinde Laufach - Zur Startseite

Volltextsuche

Responsive Collage
Gemeinde Laufach

Auf dem Weg zur Fairtrade Gemeinde

 Laufach auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde

Fairtrade, also fairer Handel, ist heute so aktuell wie nie. Von dem, was die Verbraucher für Schokolade, Kaffee, Tee, Kleidung etc. bezahlen, bekommen die Erzeuger nur einen verschwindend geringen Teil. Ganz anders sieht es beim fairen Handel aus. Mindestpreise, langfristige Handelsbeziehungen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, soziales Engagement in diesen Regionen und Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit ermöglichen den Produzenten, sich selbst aus der Armut zu befreien und ein selbstbestimmtes Leben vor Ort zu führen.

Etwa 2.000 Fairtrade-Towns gibt es weltweit in über 28 Ländern. Nun macht sich auch Laufach auf den Weg Fairtrade-Gemeinde zu werden, soziale Verantwortung zu übernehmen und Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger und die Region zu sein.

Um eine „Fair Trade Town“ zu werden, muss die Gemeinde Laufach folgende fünf Kriterien erfüllen:

1. Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Im Rathaus wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt ausgeschenkt.

2. Eine lokale Steuerungsgruppe wird gebildet, die auf dem Weg zur Fairtrade-Town die Aktivitäten vor Ort koordiniert.  Sie besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, um als treibende Kraft Aktivitäten vor Ort zu koordinieren und eine Vernetzung innerhalb der Kommune herzustellen.

3. In 3 Laufacher Einzelhandelsgeschäften sowie in 2 Gastronomiebetrieben werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten.

4. Produkte aus fairem Handel werden in Volksschule, einem Verein und einer Kirchengemeinde verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt.

5. Die Steuerungsgruppe macht Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema fairer Handel.
Der Gemeinderat hat am 26.11.2018 beschlossen, dass sich auch Laufach um den Titel „Fairtrade Town“ bewerben soll. Eine Steuerungsgruppe hat sich am 6. Februar 2019 erstmalig getroffen.

Weitere Infos zur Initiative Fairtrade Towns erhalten Sie auf den Seiten von Transfair Deutschland e.V.: http://www.fairtrade-towns.de/no_cache/startseite/.

Was ist Fairtrade

Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir in Supermärkten täglich ein umfangreiches Lebensmittelangebot vorfinden. Sie tragen nach wie vor zu 70 Prozent der Nahrungsmittelversorgung weltweit bei. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40 Prozent der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind. Die Menschen am Anfang der Lieferkette in Entwicklungs- und Schwellenländern haben mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen.
Außerdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen in der Größenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbußen von 5-10 Prozent für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rund 1,66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schließen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Das Fairtrade-Siegel
Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Dies ermöglicht den Kleinbauernkooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und Bauern als auch Beschäftigte auf Plantagen erhalten eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Standards enthalten darüber hinaus Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen.

Weitere Infos zum Fairen Handel erhalten Sie auf den Seiten von Fairtrade Deutschland: https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade.html.   

Steuerungsgruppe

Am 6. Februar 2019 erstmalig und künftig regelmäßig trifft sich das Team der Steuerungsgruppe. Die Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten vor Ort, ist die treibende Kraft und dient der Vernetzung innerhalb der Kommune. Sie besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen: Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. 

Mitglieder:
Bürgermeister Friedrich Fleckenstein/Gemeinde Laufach
Hilkka Völker/Zivilgesellschaft/Eine-Welt-Gruppe der Kirchengemeinde Laufach
Gerhard Kaczor/ Zivilgesellschaft/Eine-Welt-Gruppe der Kirchengemeinde Laufach
Ulrike Kauer-Stein/Zivilgesellschaft/Volksschule Laufach
Barbara Hofmann/ Verwaltung/Öffentlichkeitsarbeit 

Bei Fragen, Anregungen oder wenn Sie gerne bei uns mitmachen möchten, melden Sie sich bitte bei uns. Die Steuerungsgruppe freut sich über weitere Mitglieder.

Kontakt:
Steuerungsgruppe „Fairtrade Gemeinde Laufach“
Gemeinde Laufach, Büro des 1. Bürgermeisters,
Barbara Hofmann, Telefon: 06093 94117,
mail: barbara.hofmann(@)laufach.de

Unterstützer*innen gesucht

Mit dem Ratsbeschluss im November 2018 wurde der Grundstein gelegt und mit Bildung der Steuerungsgruppe kann nun auch die offizielle Bewerbung um das Fairtrade Siegel starten! Unser Ziel ist es, 2020 das Siegel überreicht zu bekommen. Jede Bürgerinnen und jeder Bürger kann ebenfalls mithelfen, dass die Kampagne ein Erfolg wird, ob als Konsument*in, als Gewerbetreibender oder als Vereinsmitglied.

Viele der Kriterien haben wir bereits erreicht: Die katholische Kirchengemeinde mit der Eine-Welt-Gruppe sind seit vielen Jahren verlässlicher Partner der Fair-Trade Initiative. Auch einige Einzelhandelsgeschäfte beteiligen sich bereits. Jetzt sind auch alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen mitzumachen - unsere Bewerbung braucht Ihre Unterstützung!

Unterstützen Sie bei Ihrem Einkauf den fairen Handel; zu erkennen am Fairtrade Siegel.
Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe, die fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment aufnehmen möchten oder Vereine, die in ihren Treffen und Sitzungen fair gehandelte Produkte ausschenken wollen, können sich jederzeit bei uns melden.